Quellen der Ermutigung  

Alfred Adler, Begründer der Individualpsychologie, legte das Fundament der Ermutigung.

Für Adler ist jeder Mensch auf Gemeinschaft, Gleichwertigkeit und Zugehörigkeit ausgerichtet. Psychische Gesundheit entsteht dort, wo Menschen sich als wertvoll erleben, Verantwortung übernehmen und ihren Platz in der Gemeinschaft finden.

Ermutigung bedeutet deshalb, den Blick auf die Fähigkeiten, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten eines Menschen zu richten – statt auf seine Fehler oder Schwächen.

Rudolf Dreikurs, Schüler und enger Mitarbeiter Alfred Adlers, brachte die Individualpsychologie in Erziehung, Schule und Familie.

Er zeigte, dass entmutigtes Verhalten kein „böses“ Verhalten ist, sondern der Versuch eines Menschen, Bedeutung und Zugehörigkeit zu finden.

Seine Botschaft lautet: Kinder und Erwachsene brauchen vor allem Ermutigung und Mut, um ihre Fähigkeiten zu entfalten und Verantwortung zu übernehmen.

Theo Schoenaker entwickelte auf der Grundlage der Individualpsychologie das Encouraging-Training weiter und machte Ermutigung zu einem praxisnahen Weg der Persönlichkeitsentwicklung.

Seine Arbeit zeigt, wie Ermutigung Menschen hilft, Selbstvertrauen aufzubauen, Beziehungen zu stärken und Krisen mutig zu begegnen.

Sein Wirken prägt bis heute viele Beraterinnen, Pädagoginnen und Trainerinnen im deutschsprachigen Raum.


Heute befindet sich das Adler-Dreikurs-Institut in Sibesse, Niedersachsen, und wird von Regula Hagenhoff geleitet.